Vodavone kabel Vertrag

Ein weiterer Verbraucher rief bei der Vodafone-Hotline an, um Prepaid-Karten für seine Kinder zu bestellen. Doch dort bot man ihm einen Telefon- und Internet­vertrag an. Obwohl er dies ausdrück­lich ablehnte, erhielt er am nächsten Tag den Anruf einer Firma, die einen Termin für die Installation eines neuen Kabel-Routers vereinbaren wollte. Kurz darauf lag eine Auftrags­bestätigung über einen „Vodafone Internet- und Telefon­anschluss“ im Brief­kasten. Kündigung Ihres Mobilfunkvertrags bei Umzug ins Ausland – Musterbrief herunterladen und Kündigung abschicken Herr H. (der eigentlich nur einen Kabelanschluss bei Vodafone Kabel Deutschland hat) rief bei der Vodafone-Hotline an, da er Prepaid-Karten für seine Kinder bestellen wollte und beim Online-Bestellprozess Probleme aufgetreten waren. In einem kurzen Gespräch bot man ihm den Abschluss eines Telefon- und Internetvertrags an. Dies lehnte Herr H. ausdrücklich ab. Doch schon einen Tag später erhielt er einen Anruf einer Firma, die einen Termin für die Installation eines neuen Kabel-Routers vereinbaren wollte und kurz darauf flatterte mit der Post eine Auftragsbestätigung über einen „Vodafone Internet- und Telefonanschluss“ ins Haus. Das Land­gericht verurteilte Vodafone Kabel Deutsch­land, es zu unterlassen, Verbrauchern den Abschluss eines Vertrags über „Kabel Digital“ und/oder „Video Select“ zu bestätigen und/oder dem Verbraucher Entgelte für diese Produkte in Rechnung zu stellen, wenn keine entsprechende Bestellung vorliegt. Verstößt das Unternehmen dagegen, kann ein Ordnungs­geld von bis zu 250 000 Euro fällig werden (Az. 17 HK O 301/18).

Im zweiten Verfahren untersagte das Gericht Vodafone, Verbrauchern den Abschluss eines Vertrags über „Vodafone Giga TV App“ zu bestätigen, wenn sie die App gar nicht bestellt haben. Verstößt das Unternehmen gegen das Anerkennt­nis­urteil, kann ebenfalls ein Ordnungs­geld von bis zu 250 000 Euro fällig werden (Az. 17 HK O 15392/19). Uns erreichen regelmäßig Beschwerden von Betroffenen, die Zeit und Nerven investieren müssen, um sich gegen Rechnungen zu wehren, für die es keine Vertragsgrundlage gibt. Denn eigentlich sind Verbraucher bei Erhalt einer Bestätigung über einen nicht bestehenden Vertrag gar nicht verpflichtet, tätig zu werden. Viele Anbieter meinen aber, dass ein Vertrag automatisch als abgeschlossen gilt, wenn auf eine als E-Mail verschickte Bestätigung keine Reaktion erfolgt. Unangemeldet stand bei einer Hamburger Wohn­gemeinschaft ein Mann an der Haustür: Er sei Service­techniker von Vodafone Kabel Deutsch­land und müsse die Kabel­buchse vermessen. Doch dass jemand in die Wohnung will, ohne vorher einen Termin zu vereinbaren, kam den Bewohnern komisch vor.

Sie wiesen den Besucher ab. Dennoch erhielt einer von ihnen nur Minuten später eine E-Mail: Seine Bestellung sei einge­troffen.